Jetzt reicht es!

15.08.2018

Darf ich Ihnen ein Wort vorstellen? Es ist ein kleines, aber ganz wichtiges Wort, dass die meisten von uns gerne aus Ihrem Wortschatz verdrängen. Es lautet „Nein“. Und es ist gerade im Berufsalltag unser größter Feind.

Bestimmt kennen Sie das auch: Jemand bittet Sie eine zusätzliche Aufgabe zu übernehmen, Ihren Urlaub zu verschieben oder Überstunden zu machen. Und obwohl Sie am liebsten laut „Nein“ schreien würden, sagen Sie doch „Ja“.

Doch woran liegt es, dass wir uns nicht trauen, unserem Gegenüber offen unsere Meinung zu sagen? Ein Grund dafür, ist die Angst vor den Konsequenzen. So könnten die Kollegen Sie zum Beispiel als Egoisten abstempeln und der Chef Sie für faul halten. Wer jedoch nur „Ja“ sagt, läuft Gefahr, von seinen Mitmenschen ausgenutzt zu werden. Außerdem wirken notorische Jasager wenig selbstbewusst.

Wie geht man also am besten vor, um seine eigenen Interessen zu wahren und dennoch seinem Gegenüber nicht vor den Kopf zu stoßen?

#1 Bieten Sie Alternativen
Nehmen Sie zum Beispiel Ihrem Kollegen einen Teil seiner Aufgabe ab und nicht den gesamten Berg Arbeit. Zeigen Sie, dass Sie gerne bereit sind zu unterstützen, aber es nicht sofort in vollem Umfang möglich ist. Sie werden sehen, dass die gefürchtete Reaktion ausbleibt.

#2 Erklären Sie Ihre Absage
Sagen Sie nicht einfach „Nein“ und beenden das Thema. Versuchen Sie lieber zu erklären, warum Sie aktuell keine Möglichkeit sehen einzuspringen. Notlügen sind jedoch keine Lösung. Denn sollte Ihre erfundene Geschichte auffliegen, haben Sie garantiert mit negativen Kommentaren zu rechnen.

#3 Folgen aufzeigen
Zeigen Sie Ihren Kollegen auf, welche Konsequenzen es hat, wenn Sie „Ja“ sagen. Bleibt vielleicht dadurch ein wichtiges Projekt liegen? Oder würde das Ergebnis unter Ihrer Doppelbelastung leiden? Sicherlich werden Ihre Kollegen dieses Argument verstehen.

Zum Schluss: Grundsätzlich sollte und darf man nicht jeden Gefallen ausschlagen. Unter Kollegen sollte es selbstverständlich sein, sich gegenseitig zu unterstützen. Auch Überstunden sollten Sie niemals kategorisch ablehnen und im Notfall auch einspringen. Doch häufen sich die Anfragen und Bitten wird es Zeit Grenzen zu setzen.

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